Bei der Bekämpfung von organisierter Kriminalität scheinen nationale Grenzen ein großes Hindernis zu sein. Als EURIEC unterstützen wir die Partner beim administrativen Vorgehen gegen grenzüberschreitende Kriminalität.

Über uns

Kriminelle nutzen bewusst nationale Grenzen, um ihre Aktivitäten vor Regierungen und Ermittlungsbehörden zu verbergen. Das Ziel von EURIEC ist es, die grenzüberschreitende Verwaltungszusammenarbeit zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden zu stärken, indem es Unterstützung bei der Fallbearbeitung bietet, das Bewusstsein für den administrativen Umgang mit grenzüberschreitender Kriminalität schärft und Barrieren abbaut.

Das machen wir

Unterstützung bei Fällen in der Praxis

Wir unterstützen und beraten Verwaltungsbehörden bei der internationalen Zusammenarbeit und dem Informationsaustausch zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Zu diesem Zweck organisieren wir unter anderem Expertenplattformen. Außerdem sammeln wir bewährte Verfahren und fördern den Wissensaustausch durch die Erstellung von Handbüchern und Übersichtsdokumenten.

0

Fälle

0

Belgien Niederlande

0

Deutschland Belgien

0

Niederlande Deutschland

Geschlossener niederländischer Imbiss zieht nach Deutschland

Ein Imbiss in den Niederlanden wird aufgrund von Drogenaktivitäten geschlossen. In den sozialen Medien war zu lesen, dass das Unternehmen einen neuen Imbiss unter demselben Namen eröffnet, diesmal aber gleich hinter der Grenze in Deutschland. Um eine Ausbreitung des Problems zu verhindern, informiert der niederländische Bürgermeister seinen deutschen Amtskollegen über die Schließung.

“Diese gezielte Zusammenarbeit muss daher auch über nationale Grenzen hinweg stattfinden. Denn sonst wird es in kürzester Zeit von Gangs gnadenlos missbraucht. Und dann entsteht der sogenannte „Wasserbett-Effekt“. Wenn man in Belgien Druck macht, spürt man die Auswirkungen in Deutschland oder den Niederlanden und umgekehrt.“

klant zaca

Jan Jambon, ehemaliger Minister für Sicherheit und Inneres von Belgien

Aufbau eines internationalen Netzwerks von Fachleuten

Neben der Unterstützung durch Fallstudien bauen wir ständig ein internationales Netzwerk von Fachleuten auf. Auf diese Weise finden Experten aus den verschiedenen Ländern schneller zueinander und das gemeinsame Bewusstsein für die Bekämpfung staatliche Strukturen gezielt unterwandernder organisierter Kriminalität wird gestärkt.

0

Expertenplattformen

0

Aufklärungs-/ Netzwerktreffen

0

Juristische Dokumente

Expertplatform Antwerpen – Tilburg

Die Stadt Antwerpen wollte einen Einblick in die Möglichkeiten der Befragung niederländischer Kommunen nach Informationen über niederländische Einwohner im Rahmen von Genehmigungsverfahren gewinnen. Die Expertenplattform führte zu einem Vergleich der rechtlichen Rahmenbedingungen in Belgien und den Niederlanden.

“Jetzt sehen wir, dass die Bürgermeister beginnen, die Zeichen zu erkennen. Sie sahen zum Beispiel Mitglieder von Motorrad-Gangs als Männer mit einem rauen Äußeren. Dieses Bild hat sich geändert. Heutzutage braucht man in 32 Gemeinden in Belgisch-Limburg eine Lizenz, um ein Clubhaus zu errichten, aber es gibt auch mehr Wachsamkeit, z.B. gegen Boxveranstaltungen und Motorradclubtouren. Unser Überblick über alle rechtlichen Instrumente hilft den Kommunen dabei.“

klant zaca

Annemie de Boye, Koordinatorin ARIEC Limburg (Belgien) & Mitglied des Lenkungsausschusses EURIEC

Die Entstehung des EURIEC

Am 17. Mai 2018 wurde das RIEC Limburg beauftragt, in Absprache mit den belgischen ARIECs und den zuständigen Behörden in Nordrhein-Westfalen ein Euroregionales Informations- und Kompetenzzentrum (EURIEC) zur Unterstützung des behördlichen Vorgehens gegen grenzüberschreitende Kriminalität einzurichten. Der Auftrag wurde von Jan Jambon (damaliger Minister für Sicherheit und Inneres von Belgien), Herbert Reul (Innenminister Nordrhein-Westfalen) und Ferdinand Grapperhaus (Minister für Justiz und Sicherheit der Niederlande) erteilt.

Wissenschaftliche Unterstützung

Wir arbeiten eng mit der Katholischen Universität von Leuven (B), der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) und der Universität Maastricht (N) zusammen. Die HSPV NRW und die KU Leuven unterstützen das EURIEC-Projekt inhaltlich und rechtlich, indem sie die Erkenntnisse in konkreten Fällen begutachten. Die Universität Maastricht unterstützt die effektive Einführung des neuen grenzüberschreitenden Verwaltungsansatzes in den drei Ländern.